Kochworkshop „Indien“

Am Vatertag haben wir das schöne Wetter genutzt, um uns einmal quer durch Indien zu kochen.

Indien ist eine Bundesrepublik – genau wie Deutschland. Hättet ihr das gewusst? Allerdings gibt es unglaubliche 29 Bundesstaaten und 100 verschiedene Sprachen. In den Bundesstaaten, in denen die Sprachen gesprochen werden, gelten sie jeweils lokal auch als Amtssprachen – übergreifend ist jedoch Englisch die Verwaltungssprache.

In Indien entstanden vier der großen Religionen: Hinduismus, Buddhismus, Jainismus und Sikhismus. Der Islam kam infolge von Handel und Eroberungen durch das Mogulreich, das Christentum durch frühere Missionierungen im ersten Jahrhundert und dann durch den Kolonialismus, der Zoroastrismus (Parsismus) aufgrnd von Einwanderungen ins Land. Obwohl Indien bis heute eine hindusitisch geprägtes Land ist, hat Indien nach Indonesien und Pakistan die weltweit drittgrößte muslimische Bevölkerung (etwa 140 Millionen), und nach dem Iran die zweitgrößte Anzahl an Schiiten. Die Religionszugehörigkeit verteilt sich in der Bevölkerung wie folgt: 79,8 % Hindus, 14,2 % Muslime, 2,3 % Christen, 1,7 % Sikhs, 0,7 % Buddhisten, 0,4 % Jainas und 0,7 % andere.

Die Religionen prägen die Esskultur in hohem Mass – so sind zum Beispiel die Hindus traditionell Vegetarier – einige Kasten sogar Veganer. Die Muslime haben viel arabische Einflüsse in das Mogulreich mit eingebracht und das Essen unterscheidet sich von typisch Süd-Indischen Gerichten sehr. Es gleicht oft eher der Syrisch oder Afghanischen Küche.

Generell gilt die Faustregel: Je südlicher, desto schärfer, desto mehr Kokosnussmilch, desto mehr Soße. Und je nördlicher, desto milder, weniger Kokosnuss, desto „trockener“ und gebratener (im Gegensatz zu gekocht).

Indische Restaurants in Deutschland bieten oft eher, was der deutsche Kunde erwartet, als das, was echte, authentische Küche ist. Zumeist ist alles sehr soßig – oft wird sogar Kuh-Sahne zum Kochen verwendet (gruselig). Die Gewürze sind mild und oft sehr einheitlich abgeschmeckt. In Indien hat jedes Gericht seine ganze unverwechselbare Gewürzkombination und Zubereitungsart.

Insgesamt sind die Rezepte aber schnell und einfach zu kochen – also hoffe ich, dass möglichst viele von euch sich durch die Rezepte zum Nachkochen anregen lassen.

Hier ein paar Schnappschüsse vom Indien-Kochkurs:

Die Rezepte zum  Nachkochen findet ihr hier, oder auch in unserer Rezeptliste:

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