300 neue Kisten, Tomatenhaus, Kräuterspirale, das erste Gemüse ernten – wir sind mittendrin

stadtgarten im Juni 2012 - Kräuterspirale, Foto: C. Sperber

Die Wochen fliegen nur so dahin, Arme und Nacken sind braun gebrannt und der stadtgarten wächst, was herrlich anzusehen ist! Dank der neuen stadtgärtner, die sich eingefunden haben und unser Team verstärken, geht Vieles vorwärts. Der letzte Blogeintrag ist schon eine Weile her und wenn ich mir unser Tagebuch im Garten durchlese, kann ich gar nicht alles aufzählen, was wir seitdem alles geschafft haben. Aber alles der Reihe nach!

Arbeitsgruppen ahoi!

Die Arbeitsgruppen werkeln und so wächst die Kräuterspirale, die Komposttoilette ist bestellt, zwei Tomatenhäuser sind gebaut, ein pädagogisches Konzept für Kinder ist am Entstehen und auch der Gemütlichkeit im Garten wird viel Aufmerksamkeit geschenkt.

Tomatenhaus mit alten Sorten, Foto: C. Sperber

300 Kisten und eine neue Erdlieferung

der stadtgarten ist nicht nur grün sondern zwischenzeitlich auch orange. Denn die 300 Kisten, die wir zum Bepflanzen geordert haben, sind gelb-orange und stehen dem Garten gut zu Gesicht. Findet ihr nicht auch? Zudem wurde uns noch einmal eine Ladung Erde spendiert. Die ersten 10 Kubikmeter waren bereits nach kurzer Zeit verbraucht.

Wasser Marsch. Oder: Gießen im Sommer ein unterschätztes Unterfangen.

Ja, das Thema 2x Gießen am Tag lässt uns gerade nicht los. Die drei 1000 Liter Wassertanks müssen alle drei Tage aufgefüllt werden. Dann heißt es 50 Meter Feuerwehrschlauch über die Straße ausrollen, anschließen und Wasser in die Tanks füllen. Da der Stromanschluss noch auf sich warten lässt, wird mit Gießkannen gegossen – was für eine Arbeit. Aber das Ergebnis lässt sich sehen: die vielen verschiedenen Tomaten, Paprika, Zucchini, Kürbisse, Kartoffeln, Kräuter etc. sprießen genüsslich in den Himmel und mir geht jedes Mal das Herz auf, wenn ich in den Garten komme.

Blattläuse. Und Rapsglanzkäfer. Auch das noch.

Der viele Regen der letzten Wochen hat uns auch Getier gebracht, auf das wir lieber verzichtet hätten, aber nun sind die Blattläuse im Vormarsch und die gelb-liebenden Rapsglanzkäfer tümmeln sich in den Blüten der Kürbisse. Da wir einen ökologischen Garten betreiben, sind Pestizide strikt verboten und so heißt es, Brennessel-Sud ansetzen, Marienkäferlarven besorgen und Gelbtafeln aufstellen. Keep your fingers crossed!

stadtgarten im Juni 2012 - Blick von außen, Foto: C. Sperber

Aber da kam noch etwas: die Bienen.

Je grüner unser stadtgarten wird und je mehr blüht desto mehr Bienen finden zu uns. Teilweise summt es in jeder Kürbisblüte. Habt ihr euch schon mal gefragt, wann ihr das letzte Mal eine Biene (nicht Wespe!) gesehen habt? Bei mir ist das jedenfalls schon eine ganze Weile her.

Der Himmel auf Erde: die erste eigene Ernte

Was für eine Freude, wenn man durch die Reihen läuft und plötzlich vor einer großen Zucchini steht, einem vollen Salatkopf, dicken roten Radischen oder prallen Erdbeeren. Wir haben das erste Gemüse geerntet – noch nicht viel, aber immerhin! Es ist ein tolles Gefühl etwas zu essen, dass man gemeinsam zum Wachsen gebracht hat.

Ihr seht: es ist viel passiert. Wir halten euch weiterhin auf dem Laufenden. Oder: ihr kommt einfach mal wieder in der Wandererstraße 15 vorbei. Wir freuen uns.

Liebe Grüße
eure stadtgärtner

stadtgarten - Eingang, Foto: C. Sperber

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